Vogelzug an den vogel.schau.plätzen
Nächtlicher Vogelzug Alpen |
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| Vogelzug
an den vogel.schau.plätzen |
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Obwohl die Brutzeit an den vogel.schau.plätzen
von März bis Ende August anhält und im Winter
ebenfalls von geringer Mobilität der Vögel
gesprochen wird, gibt es doch kaum eine Zeit im Jahr,
zu der sich nicht Vögel auf dem Durchzug befinden.
Während z. B. Lachmöwen am Kühlteich
noch auf den Nestern sitzen, kommen bereits flügge
Jungvögel aus tschechischen oder slowakischen Kolonien
an die Absetzbecken zur Nahrungsuche. Als hingegen z.
B. Ende August 1999 das Brutgeschehen schon abgeschlossen
und die ersten Arten bereits weggezogen waren, schwammen
noch frisch geschlüpfte Zwergtaucherküken
in der dichten Vegetation der seicht gefluteten Anlandebecken.
Einige Arten wie Schwarzhalstaucher oder Lachmöwe
treten vorwiegend als Brutvögel in Erscheinung.
Reiher und Störche, Seeschwalben, ein Großteil
der Enten und die Mehrzahl der Limikolen kommen jedoch
ausschließlich als Nahrungsgäste ins Gebiet.
Vor allem von diesen Vogelgruppen handelt das Kapitel.
Der Durchzug der Singvögel wird durch die Beringungstätigkeit
erfaßt.
Die Achse Kühlteich - Anlandebecken - Auwald stellt
eine Einheit dar, die ein Ausweichen von Schreitvögeln,
Enten und Limikolen beispielsweise im Falle von Störungen
innerhalb des Gebietes ermöglicht. Bei z. B. Schwänen,
Bläßhühnern, Limikolen und Möwen
konnten wir auch beobachten, daß die Vögel
je nach dem wechselnden Nahrungsangebot zwischen den
einzelnen Wasserflächen wechselten. Auch die Schlafplätze
der Gänse wechseln von den Anlandebecken im Sommer-
auf den Kühlteich im Winter-Halbjahr. Enten und
Gänse pendeln aber zusätzlich innerhalb weitaus
größerer Gebietsabschnitte. Die Schlafplätze
der im Gebiet fressenden Schreitvögel und vieler
Limikolenarten liegen außerhalb des Projektgebietes
und sind bisher nicht genau bekannt. Aus der weiten
Umgebung kommen jedoch Gänse, Schwalben, Stelzen,
Pieper und Stare an die Becken zum Übernachten.
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Besonders markante Gäste sind die
Schreitvögel. Sie
sind an den Becken reine Nahrungsgäste. Graureiher,
Silberreiher und Schwarzstorch sind mit Ansammlungen
von bis zu 70-100 Individuen die häufigst auftretenden
Arten. Erwähnenswert ist auch der Aufenthalt von
bis zu sieben Löfflern. Zwei Löffler trugen
Laschenringe, die mit ziemlicher Sicherheit auf eine
Herkunft aus mind. 350 km entfernten kroatischen Brutgebieten
hinweisen!
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| Sehr zahlreich
sind auch die Entenvögel
auf den vogel.schau.plätzen. Die häufigsten
Arten sind Stock-, Krick- und Tafelente. Die Knäkente
ist der früheste Sommergast und erscheint vor allem
zur Mauserzeit in Trupps von mehr als 200 Vögeln.
In einer Saison können 12 und mehr Arten beobachtet
werden. |
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| Das Bläßhuhn
ist mit Abstand die häufigste Ralle
der Becken. Die Durchzugsgipfel von Tüpfelsumpfhuhn,
Teichhuhn und Bläßhuhn liegen zu Anfang August,
für die Wasserralle liegt er in der Septembermitte.
Das Auftreten des seltenen Tüpfelsumpfhuhns ist seit
1996 regelmäßig belegt, an den Becken rasteten
zeitweise bis zu 30 dieser heimlichen Sumpfbewohner. |
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| Für die Watvögel
(Limikolen) sind die vogel.schau.plätze eines
der bedeutendsten Rastgebiete in Österreich. Bisher
konnten hier 30 Arten nachgewiesen werden. Die Limikolen-reichste
Zeit ist von Mitte Juli bis Mitte September, einige kälteresistente
Arten wie Kiebitz, Bekassine oder Waldwasserläufer
bleiben bis November und erscheinen bereits wieder Ende
Februar. |
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| Unter den Möwen
dominiert die Lachmöwe, die als Brutvogel ansässig
ist. Von nahegelegenen Kolonien ist jedoch oft ein rascher
Zuzug zu Ende der Brutzeit zu verzeichnen. Alle anderen
Möwen erscheinen nur in geringer Zahl, die Becken
stellen nur kleine "Trittsteine" an ihrem Zug
dar. |
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Die vogel.schau.plätze
werden auch regelmäßig von Seeschwalben
zur Nahrungssuche aufgesucht, wobei die Monate Mai bis
Juli die besten sind. Trauerseeschwalbe und Flußseeschwalbe
sind die häufigsten Nahrungsgäste.
Eine Übersicht über alle
im Gebiet festgestellten Arten gibt unsere Checklist.
Details finden sich auch in den Informationsschriften
des Verein AURING.
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